Viele Unternehmen speichern ihre Daten auf einem NAS (Network Attached Storage) und verlassen sich auf die eingebauten Festplatten-Schutzmechanismen. Doch ein NAS allein ist noch keine zuverlässige Datensicherung.

Warum reicht ein NAS nicht aus?

Ein NAS mit mehreren Festplatten kann durch RAID vor dem Ausfall einzelner Festplatten schützen. RAID ersetzt jedoch kein Backup.

Denn auch ein NAS ist verschiedenen Risiken ausgesetzt:

Ransomware: Schadsoftware kann erreichbare Dateien verschlüsseln.

Versehentliches Löschen: Gelöschte oder überschriebene Dateien können verloren gehen.

Hardwaredefekte: Netzteil, Controller oder mehrere Festplatten können ausfallen.

Brand oder Diebstahl: Das gesamte NAS und seine Daten können verloren gehen.

Auch wenn ein NAS selbst als Backup-Ziel eingesetzt wird, benötigt es ein durchdachtes Sicherungskonzept.

Die 3-2-1-Backup-Regel

Eine bewährte Strategie für Unternehmen ist die sogenannte 3-2-1-Regel:

3 Kopien der wichtigen Daten, einschliesslich Original.

2 unterschiedliche Speichermedien oder Speichersysteme.

1 Kopie ausserhalb des Unternehmens.

Zusätzlich empfiehlt sich mindestens eine vom Produktivsystem getrennte, unveränderbare oder offline aufbewahrte Sicherung.

Backups regelmässig überprüfen

Eine Datensicherung ist nur dann hilfreich, wenn sich die Daten tatsächlich wiederherstellen lassen.

Deshalb sollten Backups automatisch überwacht und regelmässig durch eine testweise Wiederherstellung überprüft werden.

Fazit

Ein NAS kann ein wichtiger Bestandteil der Datensicherung sein. Ohne zusätzliche, unabhängige Backups bleiben Unternehmensdaten jedoch gefährdet.